Fettleibigkeit: Eine Herausforderung für die Gesellschaft - aber auch ein Medienthema? Lebensmittelindustrie dabei in Printmedien und TV kaum thematisiert
Berlin, 21. Juni 2006 – Fast 3.500 Printartikel und TV-Sendungen thematisieren im Zeitraum November 2005 bis Januar 2006 Adipositas, Fettleibigkeit oder dicke Menschen. Ist von Fettleibigkeit die Rede, dominieren Behandlungsmethoden mit fast der Hälfte aller Meldungen, ein Drittel beschäftigt sich mit den Ursachen und rund ein Viertel geht auf die Risiken ein, die in Zusammenhang mit Übergewichtigkeit stehen.
Fettleibigkeit wird immer mehr zum Gesellschaftsproblem, mit ihr gehen schwere Erkrankungen einher, die das Gesundheitssystem belasten. Laut Mikrozensus 2005 des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil übergewichtiger Bundesbürger gestiegen – jeder zweite Erwachsene ist zu dick, 42% der Frauen und 58% der Männer bringen zu viele Pfunde auf die Waage. Grund genug für eine breite Auseinandersetzung mit diesem Thema in den Medien. Im Ranking der Topursachen stehen Lebensmittel erst an dritter Stelle und sind damit weit abgeschlagen von den weiteren Themen in der Medienberichterstattung. „Die genannten Hauptursachen ‚falsche Ernährung’ an zweiter und ‚Bewegungsmangel’ an erster Stelle zielen stärker auf eine höhere Eigenverantwortung der Betroffenen ab“, so Ingrid Moorkens, Leiterin Medien-Analyse bei Ausschnitt.
Die Berichterstattung fokussiert Fettleibigkeit deutlich auf Kinder: In vier von zehn Artikeln stehen Kinder und Jugendliche als Betroffene im Mittelpunkt (knapp 40% aller Meldungen). Bei den Behandlungsmethoden werden Diäten und Medikamente am häufigsten kritisiert und verbuchen die schlechtesten Imagewerte auf sich. Gleichzeitig kommen Betroffene selbst in nur geringem Maße zu Worte: In Zusammenhang mit Behandlungsthemen werden sie zu weniger als 10% genannt. Wenn es um die Risiken der Übergewichtigkeit geht, ist sogar zu weniger als 5% von den Betroffenen die Rede.
Grundlage der Medienresonanz-Analyse:
4.650 Printmedien-Titel und 12 TV-Sender aus Deutschland, deren Erscheinungsdatum im Zeitraum 22.11.2005 bis 22.01.2006 liegt. Es werden alle Beiträge berücksichtigt, in denen Fettleibigkeit, Adipositas oder dicke Menschen in mehr als einem Absatz erwähnt werden. Insgesamt sind 3.452 Meldungen (davon 56 TV-Beiträge), 9.216 Themen-Nennungen sowie 16.120 Issue-Nennungen in die Analyse eingeflossen.
Über AUSSCHNITT Medienbeobachtung:
AUSSCHNITT Medienbeobachtung gehört mit 4.000 Kunden, der täglichen Beobachtung von rund 15.000 Suchbegriffen und dem größten nationalen Printmedienprogramm zu den führenden Dienstleistern im Markt der Medienbeobachtung und MedienResonanzAnalyse in Deutschland. Effiziente Medienbeobachtung, maßgeschneiderte Erfolgskontrolle und Beratung für die Kommunikationsarbeit sowie für Sponsoringaktivitäten stehen im Zentrum der Unternehmenstätigkeit. Die erfahrenen Lektoren stehen für hohe Qualität in der Beobachtung von mehr als 8.000 Print- und Onlinemedien, TV-Sendern, Videotext-Kanälen sowie Basis- und Themendiensten von Nachrichtenagenturen und rund 120.000 Weblogs. AUSSCHNITT Medienbeobachtung liefert außerdem weltweites Medienfeedback aus über 80 Ländern über ein langjährig gepflegtes Partnernetz. Branchenteams beraten für ein optimales Recherche-Ergebnis. Analysten konzipieren exakt auf die Kommunikationssituation zugeschnittene MedienResonanzAnalysen. ExpressServices aus nationalen und internationalen Medien, MeinungsMonitoring, PressSummaries und Übersetzungen garantieren frühzeitig umfassende Information und verlässliche Handlungsgrundlagen. Das AUSSCHNITT-Portal stellt alle Ergebnisse der Dienstleistungen online dar, ermöglicht ein zeit- und ortsunabhängiges Informationsmanagement und vereinfacht die zielgruppengerechte Weiterverarbeitung der Ergebnisse der Pressearbeit erheblich.
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